Ich erinnere dich zu Tode

Aimee Lange 2026

Ich habe zugesehen, wie mein Opa Stück für Stück verschwunden ist, lange bevor er wirklich gestorben ist.
Diese Erfahrung ist der Ausgangspunkt meiner Bachelorarbeit „Ich erinnere dich zu Tode“. Sie ist eine experimentelle, printmediale Auseinandersetzung mit Alzheimer/Demenz und der Frage, was bleibt, wenn Erinnerungen zerfällt. Ich erzähle die Geschichte meines Opas, den Verlauf seiner Erkrankung und den Verlust, der damit für ihn, aber auch für mich und meine Familie einherging.
Die Arbeit ist analog gestaltet, von mir selbst gebunden und verbindet drei Ebenen: meine persönliche Perspektive als Enkelin, die manchmal weh tut, die fragmentierte Sicht meines Opas und eine nüchtern-medizinische Ebene. Jedes Kapitel behandelt eine der sieben Krankheitsphasen und versucht, den fortschreitenden Verlust von Orientierung, Sprache und Identität in Bild, Typografie und Material spürbar zu machen. Collagen, Fotografien, Notizen, ärztliche Berichte und handschriftliche Fragmente formen ein visuelles Archiv dieses Prozesses, sozusagen ein Abschieds in Etappen. Es ist ein Buch das sich zunehmend entstrukturiert, bis es selbst in die Auflösung kippt.

Bachelorarbeit

Betreuer*in: Prof. Rüdiger Pichler, Jacqueline Hen

Kategorien: Printmedien

Lange-Aimee_02
Lange-Aimee_03
Lange-Aimee_04
Lange-Aimee_05
Lange-Aimee_06
Lange-Aimee_07

Bachelorarbeit

Betreuer*in: Prof. Rüdiger Pichler, Jacqueline Hen

Kategorien: Printmedien

Weitere Projekte