Jenseits der Straße

Hanna Dymek 2026

Jenseits der Straße ist eine experimentelle dokumentarische Kurzfilm-Arbeit über Menschen ohne festen Wohnsitz und zugleich ein filmisches Plädoyer für Zuhören, Sichtbarkeit und Würde. Der Film gibt jenen Raum, die im urbanen Alltag präsent und doch selten wahrgenommen werden. Ohne kommentierende Stimme und ohne klassisches Bewegtbild sprechen die Protagonistinnen und Protagonisten selbst, in ihrer eigenen Sprache, ungefiltert über ihren Alltag und ihre Erfahrungen im öffentlichen Raum. Die Form des Films verbindet fotografische Sequenzen mit einem dichten Sounddesign. Die Bilder halten Momente des Alltags fragmentarisch fest, während der Ton mit Stimmen, Geräuschen und urbanen Atmosphären die emotionale Tiefe der Erzählungen trägt. Der Film versteht Obdachlosigkeit nicht nur als soziales Thema, sondern als gesellschaftliche Realität, die eine künstlerische Auseinandersetzung verdient. Jenseits der Straße verschiebt die Grenze zwischen Dokumentation und Kunst und schafft einen sensiblen Raum, in dem marginalisierte Stimmen sichtbar und hörbar werden.

Bachelorarbeit

Betreuer*in: Timo Klos, Prof. Börries Müller-Bösching

Kategorien: Film

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